Druidenseele

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Historischer Hintergrund

Die Kelten

Es gibt sehr viel Literatur und Webauftritte zu den Kelten in Europa, deshalb fasse ich mich hier sehr kurz.

Geschichtsforscher sind sich gerade in jüngerer Zeit nicht mehr so einig, welche Volksgruppen ab wann zu den Kelten zu zählen sind und welche nicht. Das liegt daran, dass es kaum Schriftzeugnisse von ihnen gibt und sie sehr kulturoffen waren. Was von ihnen archäologisch erschlossen ist, verband sich nach und nach mit der römischen und germanischen Kultur und ist oft nicht zweifelsfrei zuzuordnen. Insgesamt geht man davon aus, dass die keltische Kultur um ca. 600 v.Chr. begann und ihre letzten Reste in der Völkerwanderungszeit bis 450 n.Chr. verschwanden.

In einem sind sich jedoch alle Wissenschaftler einig:

Die „Celtoi“  bzw. „die Kelten“ gab es nicht. Diesen Sammelbegriff erhielten die vielen Stämme mit ähnlicher Kultur, Religion und Sprache, die von Nordspanien bis hinein nach Kleinasien siedelten, von griechischen und römischen Geschichtsschreibern, vor allem von Caesar, der ihn in seinem Bericht über den gallischen Krieg der Nachwelt vererbte.

Jahrzehntelang galten diese Berichte als unumstößliche historische Wahrheit. Erst seit einigen Jahren werden diese Berichte zunehmend infrage gestellt und als das bezeichnet, was sie m.E.n. sind und schon immer waren. Der mit Vorurteilen behaftete Blick der Eroberer auf eine fremde,  durchweg als „barbarisch“ und „kulturlos“ eingestufte Welt jenseits der eigenen.

Neuere archäologische Untersuchungen zeigen ein ganz anderes Bild.

Lange, bevor Rom eine ernstzunehmende europäische Macht wurde, trieben die keltischen Stämme Fernhandel mit den Griechen, besaßen z.T. ein Münzwesen, ein detailliertes mündlich tradiertes Rechtssystem und eine in den Grundzügen gemeinsame Religion.

Sie stellten hochwertige Eisenerzeugnisse und Stoffe her,  filigrane Kunstobjekte und Schmuckstücke, und erfanden Alltagsgegenstände, die wir noch heute in beinahe unveränderter Form nutzen, wie die Sicherheitsnadel und die Schere. Sie lebten bereits in zum Teil mit Wallgräben und Mauern befestigten großen Siedlungen, meist in strategisch günstigen Höhenlagen, den sogenannten „Hillforts“, von den Römern „Oppidum“ genannt, die politische und verwaltende Zentren mit mehreren Tausend Bewohnern waren.

Die Römer begannen mit der Eroberung ihrer Siedlungsgebiete, als sie an der Schwelle zur Hochkultur standen. Ihre Eroberungspolitik war jedoch allein auf die Anpassung an die römische Lebensart ausgerichtet, eine eigenständige Weiterentwicklung der unterworfenen Völker war nicht erlaubt.

Als Altgermanistin orientiere ich mich bei der Zuordnung eines Stammes weitgehend an der Sprache, denn wir begreifen noch heute Menschen, die dieselbe oder eine ähnliche Sprache sprechen, als einander zugehörig.

Die festlandkeltischen Sprachen, wie Gallisch, Norisch, Galatisch oder Lepontisch sind ausgestorben,  die Inselkeltischen Sprachen konnten sich aufgrund ihrer isolierten Lage z.T. erhalten, wie das Walisische, das schottische und irische Gälisch oder das Bretonische.

Notwendig ist es natürlich nicht, in Romanen alte Sprachen einzufügen, aber ich mag sie sehr und finde, es gibt ein wenig authentisches Flair hinzu:-)

In der Trilogie „Druidenseele“ habe ich mich auf das irische Gälisch konzentriert, da es zu dem gewählten mythologischen Hintergrund der irischen Inselkelten passt. Sprechen kann ich es nicht,  nur die grammatischen Grundzüge erkennen, eine Autorenkollegin half mir dabei, es „gerade zu ziehen“:-)

Wikipedia hat einen sehr guten Übersichtsartikel zu „den Kelten“:

https://de.wikipedia.org/wiki/Kelten

und hier gibt es eine spannende Terra X – Doku

Der amerikanische Anthropologe Peter S. Wells hat ein m. E. n. sehr gutes Buch geschrieben, das die geschichtswissenschaftlichen Erkenntnisse zum Leben der keltischen Stämme vor und während der römischen Eroberung ausnahmsweise mal aus Sicht der Eroberten beschreibt. Mir dient es als Hintergrundliteratur, es ist jedoch nicht zu akademisch formuliert und spannend zu lesen:

Peter S. Wells: „Die Barbaren sprechen. Kelten, Germanen und das römische Europa, 2007


Geografischer Hintergrund

Den geografischen Hintergrund bildet meine Heimatstadt Recklinghausen, eine Kreisstadt mit rund 120.000 Einwohnern am Nordrand des Ruhrgebietes. Direkt hinter der Stadtgrenze beginnt das ländlich geprägte Münsterland mit einem ausgedehnten Waldgebiet.

Sie enstand um 800 n.Chr. aus einem karolingischen Königshof, erhielt 1236 die Stadtrechte und besitzt einen Stadtkern, in dem Fachwerk aus dem 16. und 17. Jahrhundert und Gründerzeithäuser ein gemütliches Ambiente bilden.

Das besondere Schmuckstück der Stadt ist das Jugenstilrathaus aus dem Jahre 1905, das zu den schönsten Deutschlands gehört.

Einen Blick auf das Rathaus gibt es bei Wikipedia knapp unterhalb der Allgemeindaten zur Stadt, sowie weitere Impressionen unter dem Punkt 6 „Kultur und Sehenswürdigkeiten“

https://de.wikipedia.org/wiki/Recklinghausen

und hier ein Film;  Rundgang durch die Altstadt

Und weil ich keine Bilder vom kleinen Park finden konnte, hier zwei eigene Fotos:

der kleine Park.jpg
der kleine Park
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die alte Weide 2012

Mythologischer Hintergrund

Das Leabhar Gabhála Éireann

Für die Geschichte beziehe ich mich auf das historische „Buch der Eroberungen“, irisch: Leabhar Gabhála Éireann, in einer Übersetzung und Zusammenstellung des „Heiligen Buches“ des neodruidischen „Order of the clochsliap“, Bd.1, 2008.

Die Originalhandschrift des „Buches der Eroberungen“ entstand im 9. Jahrhundert und verband sehr viel ältere, antike Quellen mit biblischen Geschichten. Es handelt von den verschiedenen vorchristlichen Eroberern Irlands und seinen Ureinwohnern, den Formori.

Im Fokus meiner Geschichte stehen dabei vor allem die mythischen Krieger der Túatha de Danann, das Volk der Göttin Danu, die in Irland landeten, als die Fir Bolg, eine Gruppe Einwanderer aus dem Mittelmeerraum,  Irland beherrschten.

Bis ins 17.Jahrhundert war das Buch der Eroberungen ein Standard-Geschichtswerk. Es enthält nicht nur detaillierte Stammbäume aller Eroberer Irlands, sondern beschreibt auch das Alltagsleben der Túatha de Danann und vieler ihrer Helden.

J.R.R. Tolkien hat von ihnen seine „Dunedain“ abgeleitet, die ähnlich langlebig und ein wenig zauberkundig sind, wie die Túatha de Danann. Sein Zauberer Gandalf erinnert an ihren legendären Druiden Dian Cecht. Zugegeben hat er das allerdings nie, seine Quellen hat er stets sorgfältig gehütet:-)

Die Fir Bolg werden im Buch der Eroberung als Nachkommen früherer Eroberer mit griechisch anmutendem Äußeren beschrieben, einige Keltologen ordnen sie jedoch eher den skythischen Stämmen Vorderasiens zu.

Letztendlich wurden die Thuatá de Danann von den Milesiern besiegt, die manchmal auch „Gälen“ genannt werden, sie gelten als Vorfahren der heutigen Iren. Das Buch der Eroberung gibt an, dass sie über Spanien nach Irland kamen, unter Keltologen ist es jedoch umstritten, ob auch sie zu den skythischen Stämmen gehörten oder Bewohner des heutigen Spanien waren.

Ihre Eroberung Irlands war die sechste und letzte.

Sie töteten die drei Königinnen Irlands, Banba, Fohla und Èriu, und verbannten den Rest der Tuathá de Danann in die Anderswelt, wo sie zu den ersten Göttern wurden und immer noch als Fairies bzw. Elfen und Leprechauns leben sollen.

Da auch heute noch alle Straßen sorgfältig um die „Feenhügel“ herum gebaut werden, ist dies zumindest eine sehr lebendige Legende:-)

Bei Wikipedia gibt es einige gute Artikel dazu:

das „Buch der Eroberung“

https://de.wikipedia.org/wiki/Lebor_Gab%C3%A1la_%C3%89renn

die Tuathá de Danann

https://de.wikipedia.org/wiki/T%C3%BAatha_D%C3%A9_Danann

die Fir Bolg

https://de.wikipedia.org/wiki/Firbolg

die Formori

https://de.wikipedia.org/wiki/Fomori

die Milesier

https://de.wikipedia.org/wiki/Milesier_(Irland)

Das oben genannte „heilige Buch“ des Order of the Clochsliap,

„An leabhar naofa –Lehrbuch der keltischen Theologie, Bd.1, 2008“,

ist im Handel nicht mehr zu haben, eventuell noch in Antiquariaten